EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ALTLANDSBERG
 


Herzlich willkommen in unserer Gemeinde!

 

Schön, dass Sie zu uns gefunden haben. Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg und möchten Ihnen auf unserer Website die Möglichkeit bieten, die Vielfalt der Gemeinde kennen zu lernen, freuen uns, Ihre Neugierde wecken zu können, mehr über gelebten Glauben zu erfahren, der sich in den Kreisen der Kinder-, Jugend-und Familienarbeit, der Frauen- und Seniorengruppe und ebenso in der Liebe zur Musik und dem Erhalt und der Pflege unserer Kirchen äußert. Wenn in Ihnen das Bedürfnis wächst, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu sein, werden Ihnen Pfarrer Johannes Menard und die Mitglieder des Gemeindekirchenrates bei der Bekräftigung Ihrer Beweggründe oder auch einfach nur bei Fragen behilflich sein. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt.

Bis bald in Altlandsberg!

Unsere Kirchengemeinde gehört zur großen Gemeinschaft der gut 46000 Gemeindeglieder des Kirchenkreises Oderland-Spree mit seinen 112 Kirchengemeinden (EKKOS), dessen Fläche die Brandenburger Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spree und die kreisfreie Stadt Frankfurt/Oder umfasst und ist somit Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), eine der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Pfarrsprengel der evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg  besteht aus den Ortskirchengemeinden Altlandsberg, Buchholz, Bruchmühle, Seeberg, Wegendorf und Wesendahl. Er hat etwa 820 Gemeindeglieder. Leitungsgremium der Gemeinde ist der Gemeindekirchenrat. Etwa 40 Ehrenamtliche helfen bei den vielfältigen Aufgaben.

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Aktuelles und Beachtenswertes

 

Reformationsjubiläumsjahr ist ein großer Erfolg 
Pressemitteilung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz


Berlin, 16. Oktober 2017 – Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) ist hoch zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahr 2017 zu 500 Jahren Reformation. In mehr als 150 überregionalen Veranstaltungen wurden in Gottesdiensten, Vorträgen, Festen, Ausstellungen, Vortragsreihen, Konzerten, Bildungsangeboten und Exkursionen an die Reformation und ihre Wirkung bis in die Gegenwart erinnert.

Ziel war es, das Reformationsjubiläum nicht nur als kirchliches, sondern als gesellschaftliches Ereignis zu feiern, ökumenisch und international. Das breit gefächerte Angebot an Veranstaltungen hat Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geboten, sich mit den religiösen, kulturellen und politischen Wirkungen der Reformation bis heute auseinanderzusetzen, auch in modernen Kunstprojekten wie in der Stiftung St. Matthäus die Ausstellung von Gilbert & George oder in Wittenberg „Luther und die Avantgarde“. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin, Potsdam und Wittenberg, dessen gastgebende Landeskirche die EKBO war. Besonders das Regionale Kulturprogramm der Landeskirche mit zeitgenössischer Kunst in drei Berliner Kirchen und insgesamt rund 11.000 Besuchern sowie das Programmangebot in Museen, Theatern, Galerien und Wissenschaftseinrichtungen in Berlin und Potsdam war ein großer Erfolg.

Aus der Sicht der Landeskirche ist es im Rahmen des Jubiläumsjahres gelungen, die Botschaft der Reformation von Freiheit und Verantwortung in der Gesellschaft neu bewusst zu machen. Bischof Dr. Markus Dröge betont: „Freiheit im Sinne Martin Luthers meint, dass der Glaube vor Gott uns frei macht, und alle Menschen zugleich die Verantwortung dafür tragen, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben.“ Die Landessynode hatte 2011 für die Reformationsdekade und für das Reformationsjubiläum 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um vor allem Projekte und Veranstaltungen zu fördern, die „vor Ort“ entwickelt und umgesetzt werden sollten. Damit war die Erwartung verbunden, dass eine regional angebundene und verortete Beschäftigung mit der Reformation und ihren Folgen nachhaltig sein würde. Die hohe Anzahl von 110 geförderten Projekten zeigt, dass sich die Erwartung erfüllt hat. Viele Institutionen haben die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit „ihrer“ regionalen Geschichtegenutzt. Die dabei entstandenen Kooperationen werden über das 2017 hinaus wirken. 

An vielen Orten fanden die Veranstaltungen in Kooperationen mit Museen, Galerien, kommunalen Bildungsträgern und Musikensembles statt, so bei den stark beachteten Ausstellungsprojekten in Frankfurt/Oder („Bürger, Pfarrer, Professoren“, rund 22.000 Besucher), in Brandenburg/Havel („Kirche und Stadt – Alles eins...“), in Jüterbog (u.a.„Tetzel, Ablass, Fegefeuer“, noch bis 26. November 2017), in Potsdam („Reformation und Freiheit“ (noch bis 21. Januar 2018), Bad Wilsnack („Sünde, Tod und Fegefeuer – Bildmedien vor und nach der Reformation“) und in Berlin, der Stiftung Stadtmuseum und in drei Regionalmuseen (u.a. „Sankt Luther – Ein Reformator zwischen Inszenierung und Marketing“). 

Die Zahl der Teilnehmenden kann nur geschätzt werden, sie dürfte aber in den drei Bundesländern, in denen die EKBO präsent ist, bei 80.000 bis 100.000 Besucherinnen und Besuchern liegen.

Die gute Zusammenarbeit im Ökumenischen Rat Berlin Brandenburg und die ausgezeichneten bilate- ralen Kontakte der Landeskirche zum Erzbistum Berlin und zum Bistum Görlitz waren die Grundlage für die Durchführung der Vortragsreihe „500 Jahre Reformation – von der heilenden Wirkung der Erin- nerung“ (Februar 2017), der Buß- und Versöhnungsgottesdienste (März 2017), einer gemeinsamen Lesung von Bischof Markus Dröge und Erzbischof Heiner Koch aus der Lutherbibel (Mai 2017) sowie der vom 22. – 31. Oktober 2017 geplanten Veranstaltungsreihe „In Christus verbunden – Ökumenische Woche zum Reformationsjubiläum 2017“. Im Dialog mit den ökumenischen Partnern wurden auch die Gründe für die Kirchenspaltung im 16./17. Jahrhundert thematisiert, eine Zwischenbilanz der ökumenischen Bemühungen der vergangenen Jahrzehnte gezogen und mögliche Perspektiven nach 2017 in den Blick genommen.

Das Reformationsjubiläumsjahr wird mit einem Festgottesdienst in der St. Nikolaikirche in Berlin- Spandau am 31. Oktober 2017 enden.

 © Rolf Borges


Ein langersehnter Wunsch geht in Erfüllung ...

Liebe Gemeinde und liebe Freunde der Stadtkirchensanierung,

wir warten auf die dringend notwendige Sanierung des Innenraumes der Stadtkirche. Die erfreuliche Nachricht: Es gibt nun keinen Aufschub mehr. Der Gemeindekirchenrat hat die Innensanierung beschlossen, die Finanzierung steht und alles ist Ende Juli vom Konsistorium genehmigt worden. Der Architekt ist Herr Manfred Thon, den wir schon für den Turm und für die Außenhülle unter Vertrag hatten.
Anfang August hatten der Architekt, Herr René Koht und ich zusammengesessen und einen Terminplan erarbeitet. Im September, nach Erntedank, wurden die Bänke aus dem Chorraum ausgeräumt und in Seeberg bei Herrn Heitmann in der Scheune zwischengelagert. Wie Sie aus den vergangenen Informationen wissen, hat uns die Denkmalpflege nicht gestattet, die Bänke zu entfernen, sie müssen also wieder eingebaut werden. Ich hoffe, wir können sie wenigstens etwas bequemer aufarbeiten. Weiterhin werden Kanzel und Orgel zum Schutz eingehüllt werden. In der ersten Oktoberwoche werden dann geophysikalische Untersuchungen des Fußbodens zur Ergründung der Gräber durchgeführt.  Das Ergebnis  müssen wir für alle weiteren Arbeiten am Fußboden abwarten. Wir rechnen Ostern 2019 mit der Fertigstellung und halten Sie auf dem Laufenden.

Die Maßnahmen der Sanierung noch einmal im Überblick:


Wie ist die Nutzung des Kirchenraumes geplant?

Am 15. September 2017 gab es bereits das große Abschlusskonzert „Klingende Reformation“ in der Stadtkirche: die Kammerakademie Potsdam unter dem Dirigenten Antonello Manacorda spielte u.a. die Symphonie Nr. 5, D-Dur Op. 107 „Reformation“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. 
Am 24. September feierten wir den Gottesdienst zum Erntedankfest und dann ist erst einmal die Kirche geschlossen. Der  Gottesdienst - Raum wird dann in den Gemeinderaum verlegt werden. 
Die größeren Gottesdienste, wie Ewigkeitssonntag und Heilig Abend, werden in der Schlosskirche sein. Verfolgen Sie bitte dafür unbedingt die Anzeigen im Stadtmagazin bzw. die Informationen auf dieser Website.

Ihr Pfarrer Johannes Menard

© Enrico Konkel

Oh Gott ...


Von Werner Kootz

Oh, Gott, - oh, mein Gott,- Gooott, - oh Gottohgott-, die Reihe der Ausrufe dieses Inhalts lässt  sich fortsetzen. Seit Gott als Mittelpunkt des Lebens und akzeptierte  Autorität für viele Menschen mehr und mehr an Bedeutung verliert, steigen die gedankenlosen Nennungen seines Namens inflationär an. Schon kleine Kinder rufen beim Verlieren eines Spieles: „Oh Gott, das war gemein“.
Die meisten Erwachsenen finden nichts dabei, bemerken es überhaupt nicht mehr. Es ist Normalität in unserer Sprache geworden. Aber ist das tatsächlich so bedeutungslos? Ich glaube nicht.

Vor langer Zeit lernte ich im Konfirmandenunterricht noch den Satz, „Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht unnützlich führen...“. Ein geschnörkelter Satz Luthers, aber auch heute noch durchaus verständlich. Unnützlich, wir würden vielleicht sagen überflüssig, gedankenlos. Gedankenlos trifft wohl am besten diese Worthülse. Könnte man bei erklärten Atheisten zur Tagesordnung übergehen, möchte ich als gläubiger Mensch doch ein bisschen bei dieser Äußerung bleiben. Ist dieser Ruf nach Gott wirklich so belanglos und darf damit inhaltslos sein?

Als unsere Kinder klein waren brachten wir ihnen bei, beim Planschen im See niemals „Hilfe“ zu rufen. Dieser Ruf sollte ausschließlich im Notfall verwendet werden, damit er dann auch ernst genommen wird. Wenn dauernd jemand „ Hilfe“ ruft, hört niemand mehr hin, es kommt dann keine Hilfe mehr. Die Nummer der Feuerwehr ist auch nur einmal vergeben und wir wählen sie, wenn Not ist. Immer wieder erleben wir wie Menschen in Katastrophen, bei Unglücken und Todesfällen sprachlos werden. Sie verstummen vor Entsetzen. Manchmal bleibt dann nur noch ein Stöhnen nach Gott. „Gott hilf“, bedeutet das. Zu mehr sind wir dann nicht mehr fähig. Gott braucht aber auch keine Erklärungen von uns, dieser Ruf nach Gott genügt. Er kann durchaus unterscheiden zwischen unserer Verzweiflung und dem Ausruf nach einem kleinen Missgeschick oder einer freudigen Überraschung. Trotzdem ist es für uns selbst wichtig, die Unterscheidung zu machen. Wir dürfen Gott jederzeit anrufen, auch aus freudigem Anlass, doch immer in Ernsthaftigkeit - und dann kommt dieser Ruf auch an. Gott sei Dank!

Ihr 
Werner Kootz 


Vielen Gemeindegliedern ist Werner Kootz aus den Gottesdiensten bekannt. Großer Beliebtheit erfreuten sich seine Textbeiträge in Gemeindebriefen oder seine Ansprachen an die Konfirmanden. Hier können wir nun mehr von ihm lesen - eigene Geschichten - nachdenklich, berührend, belebend.

© Enrico Konkel

Von Pontius zu Pilatus ... Redewendungen der Bibel


Es wird Ihnen beim Lesen dieser Zeilen wahrscheinlich wie Schuppen von den Augen fallen (Apostelgeschichte 9│18), denn viele Redewendungen, die wir heute noch wie selbstverständlich in unserem alltäglichen Wortschatz führen und bewusst anwenden, haben ihren Ursprung in Martin Luthers Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache vor fast 500 Jahren (1522 Neues Testament, 1534 Gesamtausgabe der Bibel). Dabei spielt es bei der Verwendung in unseren Gesprächen heute fast keine Rolle mehr, ob es sich um ein theologisches oder religiöses Gespräch handelt oder nicht.

Die Sprachkraft der Bibelübersetzung Luthers hat über die Jahrhunderte hinweg die Entwicklung der deutschen Sprache so intensiv geformt, dass heute noch jedem die eine oder andere Redewendung, bewusst oder nicht, in den Sinn kommt. War die Bibel für die Menschen in der anbrechenden Neuzeit durch die Allgegenwart der Kirche oft das einzige deutschsprachige Buch im Haus, welches erst durch die revolutionäre Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern seine massenhafte Verbreitung unter größeren Bevölkerungsschichten fand, so verweist sie selbst heute in einem säkularisierten Umfeld die Mitbewerber in den Bestsellerlisten des Buchhandels auf die hinteren Plätze - und gibt somit immer noch Zeugnis davon ab, wie prägend Martin Luther Verhaltensweisen und Beschreibungen aus den Ursprachen ins Deutsche übertragen hat.   

Wenn Ihnen mal wieder alles wie in Sodom und Gomorra vorkommt, Sie jetzt weiter im Schweiße Ihres Angesichts von Pontius zu Pilatus rennen oder Ihre Perlen wie einen Augapfel hüten, damit sie nicht vor die Säue geworfen werden ... an dieser Stelle finden Sie jedenfalls wöchentlich bis zum Ende des Reformationsjahres eine Redewendung aus der neuen Übersetzung der Lutherbibel, bereitgestellt durch die Deutsche Bibelgesellschaft. Und denken Sie immer daran: Stellen Sie nie Ihr Licht unter den Scheffel und wuchern Sie mit den Ihnen anvertrauten Pfunden.│eko