EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ALTLANDSBERG
 


Herzlich willkommen in unserer Gemeinde!

 

Schön, dass Sie zu uns gefunden haben. Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg und möchten Ihnen auf unserer Website die Möglichkeit bieten, die Vielfalt der Gemeinde kennen zu lernen, freuen uns, Ihre Neugierde wecken zu können, mehr über gelebten Glauben zu erfahren, der sich in den Kreisen der Kinder-, Jugend-und Familienarbeit, der Frauen- und Seniorengruppe und ebenso in der Liebe zur Musik und dem Erhalt und der Pflege unserer Kirchen äußert. Wenn in Ihnen das Bedürfnis wächst, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu sein, werden Ihnen Pfarrer Johannes Menard und die Mitglieder des Gemeindekirchenrates bei der Bekräftigung Ihrer Beweggründe oder auch einfach nur bei Fragen behilflich sein. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt.

Bis bald in Altlandsberg!

Unsere Kirchengemeinde gehört zur großen Gemeinschaft der gut 46000 Gemeindeglieder des Kirchenkreises Oderland-Spree mit seinen 112 Kirchengemeinden (EKKOS), dessen Fläche die Brandenburger Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spree und die kreisfreie Stadt Frankfurt/Oder umfasst und ist somit Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), eine der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Pfarrsprengel der evangelischen Kirchengemeinde Altlandsberg  besteht aus den Ortskirchengemeinden Altlandsberg, Buchholz, Bruchmühle, Seeberg, Wegendorf und Wesendahl. Er hat etwa 820 Gemeindeglieder. Leitungsgremium der Gemeinde ist der Gemeindekirchenrat. Etwa 40 Ehrenamtliche helfen bei den vielfältigen Aufgaben.

 

Gedanken zum Advent

Von Werner Kootz

Endlich ist der graue November vorüber. Dieser Monat mit all den Gedenk- und Trauertagen, mit dem ungemütlichen Wetter, der vielen Dunkelheit. Schon lange haben die Menschen den Advent herbeigesehnt, ihn mit Kerzen und Liedern gestaltet. Das war immer schön und ist es bis heute.

Deutschland ist ein Weihnachtsland. Unsere Tradition in ihrer regionalen Vielfalt hat aus dem Weihnachtsfest seit Jahrhunderten das Fest des Jahres gemacht. Ostern und Pfingsten haben längst ihre Bedeutung, ihre inhaltliche Bedeutung verloren, Weihnachten ist geblieben. Allerdings hat es auch hier einen Wandel gegeben. Die Geschenke haben eine Bedeutung bekommen, die ihnen nicht zusteht. Stand ursprünglich das Christkind, der geborene Heiland im Mittelpunkt und Geschenke bedeuteten nur die Weitergabe der Freude über dieses Gottesgeschenk an andere Menschen, sind sie von diesem Hintergrund weitgehend befreit. Schenken ist Selbstzweck geworden, eine Industrie hat sich darum gebildet. Wir schenken auf „Teufel komm raus“. Das Jesuskind wird dazu nicht mehr gebraucht.

Aber seien wir nicht ärgerlich darüber. Tief in den Seelen vieler Zeitgenossen schlummert eine Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Gerechtigkeit, nach Freiheit von den Zwängen des Alltags, eine Sehnsucht nach Antworten auf die Fragen des Lebens. Das zeigt sich an den vollen Kirchen am Heiligen Abend. Da ist nicht nur Tradition mit Lichterglanz und Feierlichkeit, da ist in der Suche nach den glücklichen Stunden der Kindheit auch die Suche nach Geborgenheit in der Gegenwart. Eine Geborgenheit, die wir nicht im Erfolg, im kurzen Glück, im besonderen Erlebnis finden können. Es ist die Suche nach dem Sinn, nach dem Tragfähigen, nach dem Unumstößlichen. So sind die Herzen am Heiligen Abend offen, vielleicht nur für einen Satz, der Besitz ergreift, einen Satz, der über den Trubel der Feiertage nicht vergessen werden kann. Beten wir für die Predigenden, dass ihnen dieser Satz einfällt und lassen wir unseren Zeitgenossen ihren Weihnachtstrubel und den Lichterglanz in Gärten und Wohnungen. Oft ist im übertriebenen weihnachtlichen Show-Effekt nur der Ausdruck der Suche nach der wahren Weihnachtsfreude.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit!

Vielen Gemeindegliedern ist Werner Kootz aus den Gottesdiensten bekannt. Großer Beliebtheit erfreuten sich seine Textbeiträge in Gemeindebriefen oder seine Ansprachen an die Konfirmanden. Hier können wir nun mehr von ihm lesen - eigene Geschichten - nachdenklich, berührend, belebend.

© Enrico Konkel

Ein langersehnter Wunsch geht in Erfüllung ...


Liebe Gemeinde und liebe Freunde der Stadtkirchensanierung,

wir warten auf die dringend notwendige Sanierung des Innenraumes der Stadtkirche. Die erfreuliche Nachricht: Es gibt nun keinen Aufschub mehr. Der Gemeindekirchenrat hat die Innensanierung beschlossen, die Finanzierung steht und alles ist Ende Juli vom Konsistorium genehmigt worden. Der Architekt ist Herr Manfred Thon, den wir schon für den Turm und für die Außenhülle unter Vertrag hatten.
Anfang August hatten der Architekt, Herr René Koht und ich zusammengesessen und einen Terminplan erarbeitet. Im September, nach Erntedank, wurden die Bänke aus dem Chorraum ausgeräumt und in Seeberg bei Herrn Heitmann in der Scheune zwischengelagert. Wie Sie aus den vergangenen Informationen wissen, hat uns die Denkmalpflege nicht gestattet, die Bänke zu entfernen, sie müssen also wieder eingebaut werden. Ich hoffe, wir können sie wenigstens etwas bequemer aufarbeiten. Weiterhin werden Kanzel und Orgel zum Schutz eingehüllt werden. In der ersten Oktoberwoche werden dann geophysikalische Untersuchungen des Fußbodens zur Ergründung der Gräber durchgeführt.  Das Ergebnis  müssen wir für alle weiteren Arbeiten am Fußboden abwarten. Wir rechnen Ostern 2019 mit der Fertigstellung und halten Sie auf dem Laufenden.

Die Maßnahmen der Sanierung noch einmal im Überblick:


Wie ist die Nutzung des Kirchenraumes geplant?

Am 15. September 2017 gab es bereits das große Abschlusskonzert „Klingende Reformation“ in der Stadtkirche: die Kammerakademie Potsdam unter dem Dirigenten Antonello Manacorda spielte u.a. die Symphonie Nr. 5, D-Dur Op. 107 „Reformation“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. 
Am 24. September feierten wir den Gottesdienst zum Erntedankfest und dann ist erst einmal die Kirche geschlossen. Der  Gottesdienst - Raum wird dann in den Gemeinderaum verlegt werden. 
Die größeren Gottesdienste, wie Ewigkeitssonntag und Heilig Abend, werden in der Schlosskirche sein. Verfolgen Sie bitte dafür unbedingt die Anzeigen im Stadtmagazin bzw. die Informationen auf dieser Website.

Ihr Pfarrer Johannes Menard

© Enrico Konkel

Der Fisch, die Taube und Andreas mit dem Kreuz
Über christliche Symbolik und ihre Bedeutung 

Ich stecke mal wieder im Stau. Rote Heckleuchten blenden mich. Zeit genug, mir über die Gesinnung des vor mir Fahrenden, die er über seine Aufkleber am Heck kundtut, Gedanken zu machen.
Abi 2017 … du bist zwar schneller, aber ich fahre vor dir … offizieller Sponsor der Bußgeldstelle … und immer mal wieder entdecke ich dabei ein Fischsymbol, das ich schon so oft im Baumarkt bei den Schrauben gesehen habe. Wieso machen die alle Werbung für dieses Dübelunternehmen ..?

Die augenzwinkernde Auswertung meiner leider viel zu zahlreichen Fahrzeugheckstudien führte mich letztlich zu der Erkenntnis, dass auf unseren Straßen nicht abertausende Dienstwagen des besagten Dübelunternehmens unterwegs sind, sondern dass meine Glaubensschwestern und -brüder mit dem urchristlichen Symbol des Fisches ihrer religiösen Überzeugung Ausdruck verleihen wollen.
Bezog sich die Darstellung des Fisches in Form der gebogenen Linien im Urchristentum noch auf das historisch nicht belegte, geheimnisvolle Akronym des griechischen Wortes ICHTHYS
(JESUS – CHRISTUS – GOTTES – SOHN – ERLÖSER) als Erkennungszeichen unter der noch jungen und unter Verfolgung leidenden christlichen Gemeinde, so sind andere oder später folgende Symbole und Attribute deutlich plakativer und stellen eine offenkundige Beziehung zu einer ihr zugeordneten Person oder einem Gegenstand dar.

Und doch wissen wir heute in unserer säkularisierten Welt oftmals nichts oder nur weniges über die Bedeutung von Symbolen oder der Bildsprache in der Kunst. Dabei ist fast jede Kirche und jedes Gemälde mit christlichem Bildinhalt übervoll davon. Für die Menschen des Mittelalters hingegen war der Gang durch die Kirche und das Betrachten der christlichen Kunstwerke wie das Blättern in einem Bilderbuch. Konnte die Mehrzahl der Gottesdienstbesucher doch weder schreiben noch lesen. Und die in lateinischer Sprache abgehaltene Predigt oder Messe eröffnete ihnen nicht die göttliche Botschaft von der Erlösung. Aus dieser Tatsache heraus entwickelte sich eine Symbol- und Bildsprache, die die Künstler und Handwerker zu immer neuen und genialeren Werken beflügelte.

Was bedeuten die Buchstaben INRI auf dem Schild am Kreuz über dem Kopf des gekreuzigten Heilands? Was macht der Hahn zu Füßen des Apostels Petrus, der Turm in den Händen der heiligen Barbara, die Lilie in der Hand des Erzengels Gabriel, das Auge im Dreieck und die Taube, welche von der Kirchendecke auf mich herabschauen? Was sagen mir die griechischen Buchstaben Alpha und Omega und die jüdischen Schriftzeichen am Altar? Ohne Kenntnisse bleibt uns diese vielfältige Welt heute verschlossen. Wir haben verlernt, mit ihr zu sprechen, auf sie zu hören, uns auf sie einzulassen.

Die Deutsche Bibelgesellschaft stellt 52 dieser Symbole und Zeichen vor. Bis zum 30. November 2018 finden Sie auf dieser Website jede Woche ein neues grafisch gestaltetes und erklärtes Symbol mit passendem Impuls.  



... ich muss schon wieder mit meinem Auto halten. Diesmal warte ich an einem Bahnübergang auf die Vorbeifahrt eines Regionalzuges. Ich bin der Erste, der an der Schranke steht und werde deshalb nicht zu Gedanken über Aufkleber auf einem vor mir stehenden Auto angeregt. Das rote Warnsignal blinkt im Andreaskreuz. Aber Moment mal! Wieso eigentlich Andreaskreuz? Finden Sie es doch jetzt heraus!
eko