EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ALTLANDSBERG
 

 

2016

 

Kreuzweg in der Osternacht

Auch in diesem Jahr wurde in der Osternacht durch Mitglieder der Kirchengemeinde an den Leidensweg Jesu in szenischen Darstellungen des Kreuzweges gedacht. Die sowohl in der Kirche als auch auf dem Kirchplatz nachempfundenen Szenen wurden begleitet durch Gebete der ver-sammelten Gemeinde und Gesänge des Kirchen-chores. In großer Gemeinschaft vor der Kirche feierte die Gemeinde im Gedenken an die Passion das Abendmahl. Am Ende des Kreuzweges wurde unter dem feierlich gesungenen Oster-Hymnus das Osterlicht zum Altar getragen, um mit seinem Schein von der Auferstehung Jesu Christi zu künden. │ eko

           © Enrico Konkel

Konfirmation in Altlandsberg

Am Pfingstsonntag, 15. Mai 2016 wurde Larissa Völker in der Altlandsberger Stadtkirche im Rahmen des Gottesdienst im Kreise ihrer Familie und der Kirchengemeinde eingesegnet. Unter den feierlichen Klängen der Orgel zog Pfarrer Johannes Menard mit der Konfirmandin in die Kirche ein. Rückblickende Worte auf die nun vergangene Konfirmandenzeit, ebenso aber auch Gedanken und Ausrichtung für die Zukunft in der Schule und Ausbildung richtete Pfarrer Johannes Menard in der Predigt an die Einzusegnende und ihre Familie. Grußworte des Gemeindekirchen-rates schlossen sich an. Wir erbitten Gottes Segen für Larissa Völkers Lebensweg und sind als Ge-meinde stets an ihrer Seite. │ eko

            © Enrico Konkel

Diamantene und Goldene Konfirmation in Altlandsberg

Am Sonntag Trinitatis, am 22. Mai 2016 wurde im Rahmen des Gottesdienstes in der Stadtkirche feierlich das Jubiläum der Diamantenen und Goldenen Konfirmation begangen. Die aus nah und fern angereisten Jubilare der Konfirmationsjahrgänge 1956 und 1966 zogen gemeinsam mit Pfarrer Johannes Menard zum Gottesdienst in die Kirche ein, wurden erneut eingesegnet und nahmen am Abendmahl teil. In seiner Predigt ging Pfarrer Johannes Menard auf die Gottesnähe und- ferne ein und zog hierfür die benachbarte Schlosskirche als Metapher heran. In der mittlerweile entwidmeten Schlosskirche feierten vor 60 bzw. 50 Jahren die anwesenden Jubilare ihre Konfirmation. In den Folgejahren fanden keine Gottesdienste mehr statt, das Inventar verschwand und aus dem Barockbau wurde eine Glaserei. Heute, nach intensiven Sanierungsleistungen, erfreuen wir uns wieder an ihrer farbenfroh erstrahlenden Festlichkeit, wenn sie auch bis heute kein Gotteshaus mehr geworden ist. Die Predigt zum Nachlesen finden Sie unter
Amtshandlungen / Gottesdienste. │ eko

© Enrico Konkel

Diamantene und Goldene Konfirmation in Wegendorf

Am 2. Sonntag nach Trinitatis, am 05. Juni 2016, wurden anlässlich ihrer Diamantenen und Goldenen Konfirmation die Jubilare der Konfirmationsjahrgänge 1956 und 1966 in der Wegendorfer Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes erneut eingesegnet. In vertrauter Atmosphäre fanden sich die Gottes-dienstteilnehmer anschließend im Küsterhaus zum Gedankenaustausch und rückblickenden Gespräch-en zusammen. Einige haben dafür einen weiten Weg zurückgelegt, um dabei sein zu können. │ eko

© Rolf Borges

Taufe in Wegendorf

Am 11. Juni 2016 wurde in der Wegendorfer Kirche Fritz Rudolf Peper getauft. Als seinen Lebensweg begleitenden Taufspruch wählten die Eltern des Täuflings Worte aus den Sprüchen Salomos: "Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten." Sprüche 2│10-11. │ eko

© Enrico Konkel

Eine Kahnfahrt die ist lustig, eine Kahnfahrt die ist schön ...

Die diesjährige Gemeindefahrt führte uns am Sonntag, 12. Juni 2016 in das einzigartige, wunderschöne Biosphärenreservat des Spreewalds. In Lübbenau mit dem Bus angekommen, führte der erste Weg in die in sächsischem Barock erbaute Nikolaikirche. Im von Pfarrerin Antje Freye gehaltenen Gottesdienst wohnten wir zugleich einer Taufe bei, deren Zeremonie an einem bronzenen, knieenden Taufengel aus dem Jahr 1864, eines Abgusses des dänischen Originals aus der Frauenkirche in Kopenhagen, gehalten wurde. Eine kundige Kirchenführung durch Pfarrerin Freye wurde gekrönt durch das spontane Spiel unserer ehemaligen Kantorin Frau Grötzinger auf der Jehmlichorgel. Auf dem Weg zum Hafen wurden wir unterhaltsam begleitet von einer Stadtführerin, gekleidet in regionaler Tracht. Wussten Sie, dass dem Teufel beim Pflügen die Ochsen durchgingen und diese kreuz und quer übers Feld jagten? Nur deshalb entstand der Spreewald mit seinen weit verzweigten Wasserfurchen. So jedenfalls berichtet die Sage.
Türkisfarbene Libellen und unaufhörliches Vogelgezwitscher begleitete unsere ruhige Fahrt auf den Spreearmen bis zum Restaurant, in dem bereits für unser Mittagessen eingedeckt war. Unsere Weiterfahrt führte zum Gurkenmuseum in Lehde und ließ uns staunen, wie viele Geschmacksrichtungen man doch aus diesem saftigen Gewächs hervorzaubern kann. Nach Kaffee und Streuselkuchen ging es über die Hauptspree wieder zurück zum Hafen. Mit einem kleinen Einkaufsbummel über einen Markt mit regionalen Spezialitäten ging dieser schöne, an Erlebnissen reiche Tag mit der Heimfahrt nach Altlandsberg zu Ende.
Es sei an dieser Stelle ausdrücklich Ehepaar Runge-Kuß für die umfangreiche Planung, Gestaltung und Leitung des Spreewaldausfluges gedankt! │ eko

© Enrico Konkel

Diamantene und Goldene Konfirmation in Buchholz

In den Reigen der vorangegangenen Konfirmationsjubiläen reihte sich am Sonntag, 19. Juni 2016 auch die versammelte Gemeinde in Buchholz ein. Neun Jubilarinnen der Konfirmationsjahrgänge 1956 und 1966 empfingen durch Pfarrer Johannes Menard ihre erneute Segnung und ausrichtende Worte für den weiteren Lebensweg. Besonders freuten sich alle über die Anwesenheit von Pfarrer Eckert, der vor 50 bzw. 60 Jahren fast jeden der Anwesenden beider Jahrgänge einsegnete. │ eko

© Enrico Konkel

Taufe in Altlandsberg

In Vertrauen auf Gottes Zusage seiner Nähe und Zuwendung wurden am Sonntag, 26. Juni 2016 Greta Helene und Milan Timur Schönfeld in der Stadtkirche Altlandsberg getauft. Als Taufsprüche wählten die Eltern folgende Worte aus den Psalmen für Greta Helene: "Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir." (Psalm 139│5) und für Milan Timur: "Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." (Psalm 23│6). │ eko

© Enrico Konkel

Orgelweihe in der Dorfkirche Wegendorf

Der 9. Juli 2016 war für die Wegendorfer Gemeinde und ihre Dorfkirche ein ganz besonderer Tag. Man kann ihm ohne Übertreibung eine Art Heilung und Schließung jahrzehntelang offenliegender Wunden zuschreiben, die der Zweite Weltkrieg und die folgende Zeit an und in der Kirche geschlagen haben. Konnte in den vergangenen sieben Jahren in fruchtbarer und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Dorfkirche Substantielles für die Sicherung, den Erhalt und die Sanierung geleistet werden, so kehrte an diesem 9. Juli 2016 nach über 70 Jahren ein Ausstattungsdetail in die Kirche zurück, welches wie kein zweites so elementar für ein Gotteshaus und dessen Gemeinde ist - die Orgel.
Im Rahmen des alljährlichen Sommerfestes des Fördervereins wurde die in den 1960iger Jahren gefertigte und vom Verein gebraucht erworbene Jehmlichorgel in einem Festgottesdienst ihrer zukünftigen Bestimmung in der Dorfkirche übergeben und feierlich geweiht. Gruß- und Dankesworte des Superintendenten des Kirchenkreises Oderland - Spree, Frank Schürer-Behrmann, des Altlandsberger Nachtwächters Horst Hildenbrand und des Gemeindekirchenrates unserer Gemeinde brachten die große Freude über dieses Geschenk an die Wegendorfer Kirche zum Ausdruck.


Im weiteren Verlauf dieses fröhlichen Tages konnten Klein und Groß Abenteuer mit "Rita, dem Raubschaf" beim Puppentheater erleben, sich in einem Bildvortrag vom Orgelbaumeister Matthias Beckmann den Umzug der Orgel erklären lassen oder Altes und Neues über die 800 Jahre alte Kirche erfahren und ihr unters Dach steigen. Am Abend bewies die neue, alte Orgel dann so richtig, was in ihr steckt. Organist Tobias Segsa improvisierte über verschiedene Themen des musikalischen Barock und bot den begeisterten Zuhörern die vollständige Klangbreite der Wegendorfer Königin der Instrumente. Im untenstehenden Videolink können Sie einen Ausschnitt aus dem Konzert, einer Improvisation zu "Geh aus mein Herz und suche Freud", sehen und hören. │ eko

© Torsten Ruske│Aufnahme - Orgelimprovisation mit Tobias Segsa an der Jehmlichorgel in der Dorfkirche Wegendorf

... und alle werden satt!

Unter diesem Wort fand am 10. Juli 2016 das Gemeindefest in Altlandsberg statt. Und damit das Wort seine Umsetzung finden würde, unterstützten die Teilnehmenden schon vorbereitend das Fest mit selbstgebackenem Kuchen, mit Kaffee und Waffeleis, mit Bratwürsten und vielem mehr. Vor der leiblichen Speise rückte jedoch mit Gottesdienst und Tauferinnerung die ebenso wichtige geistige Nahrung aber erst einmal in den Vordergrund. Dieser Tag war zudem von Veränderungen in unserer Gemeinde geprägt. Katechetin Marianne Lode wurde von der stellvertretenden Superintendentin Agnes-Maria Bull in den beruflichen Ruhestand verabschiedet. Für ihre vielfältigen Aufgaben in unserer Gemeinde bedankten sich zugleich Frau Götschke von der evangelischen Kita am Röthsee und Frau Papendorf vom Frauenkreis. Als Nachfolgerin im Amt der Gemeindepädagogin konnten wir Janine Leu herzlich begrüßen. In der Nachfolge von Gudrun Grötzinger tritt Larissa Wiebe ihr Amt als Kantorin in unserer Gemeinde an. Auch in unserer Kita bleibt nicht alles beim alten. So wurde Sabine Arenz als eine der ersten Mitarbeiterinnen seit dem Bestehen der Einrichtung verabschiedet. Gleichzeitig konnte Gudrun Strötmann für ihren Dienst in der Kita eingesegnet werden und sorgt somit künftig für das leibliche Wohl der Kinder.
Bei schönstem Wetter fand sich die Gemeinde nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz wieder, hörte dem Posaunenchor "Querblech" zu oder konnte den "Country - Dancers" aus Neuenhagen bei ihren traditionellen Tänzen des amerikanischen Westens in authentischer Garderobe zusehen. Die Erzieherinnen der Kita boten den Kleinen mit vielfältigen Spielen einen kurzweiligen Nachmittag.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Petra Runge-Kuss für die intensive und umfangreiche Planung, Vorbereitung und Organisation dieses gelungenen Tages! │ eko

© Enrico Konkel

Bläsergottesdienst am 7. August 2016 in der Stadtkirche Altlandsberg

© Johannes Kitzelmann

Wie schon im vorigen Jahr endete die Bläserfahrt der Gruppe um Martin Leue aus Eggersdorf in unserer Kirche. 13 junge Menschen waren mit Rad und Auto gekommen, um mit uns gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die gesamte Gestaltung lag in ihren Händen. Texte, Gebete, liturgische Teile und natürlich die Musik wurde von der Gruppe in wunderbarer Weise dargebracht. Der musikalische Teil war durchweg von hoher Qualität und so war dieser Gottesdienst für die rund 50 Besucher eine große Freude und Bereicherung. Beim anschließenden Imbiss in der Emmauskapelle und vor der Kirche herrschte ein frohes Miteinander zwischen den Mitgliedern der Bläsergruppe und der Gemeinde.

Es war eine wirklich sehr schöne Veranstaltung und eine Gottesdienstfeier im besten Sinne. │ wko

© Johannes Kitzelmann

Wunderbar hat Gott die Erde gemacht ...

Am Sonntag, den 25. September 2016 feierten wir Erntedank in der Stadtkirche Altlandsberg unter dem Motto „Wunderbar hat Gott die Erde gemacht“. Dieser Familiengottesdienst wurde gestaltet von den Kindergartenkindern, dem Chor und den KonfirmandInnen. Schon am Eingang standen kleine Schälchen mit Eicheln, Kastanien, Hagebutten, Steinen, Maiskörnern und anderem mehr. Jeder konnte eine kleine Sache mit in den Gottesdienst nehmen. Was damit wohl noch passieren wird? Zur Eröffnung des Gottesdienstes brachten die Kinder der Kita „Am Röthsee“ mit einem großen Zug durch die Kirche ihre Gaben in den Altarraum.
Später sangen sie auf der Bühne vor stolzen Eltern und bewundernder Gemeinde. Nachdem die Kinder zur Schatzsuche auf dem Kirchhof losgezogen sind, erfuhr die Gemeinde, was es mit der Erde im Glas auf sich hatte und das Geheimnis um die kleinen Dinge, die ein jeder zu Anfang sich aussuchen konnte, wurde gelüftet. Unterdessen hoben die Kinder den Schatz... natürlich gab es hierbei auch kleine Abenteuer zu bestehen.

Die gefundenen kleinen Schätze wurden dann im Altarraum zu einem wunderschönen Mandala zusammengelegt. Ein Mandala hat seinen Ursprung in der Natur: eine Rose, eine Sonnenblume oder eine aufgeschnittene Kiwi haben alle das gleiche Muster. Sie sind aus der Mitte heraus entstandene Bilder. Diese Bilder nennt man Mandalas. Thomas Ascher hat gesagt: Hier sammelt sich alles. Mit dem Muster der Blick, mit dem Blick die Gedanken und Gefühle. All meine Energien und Kräfte werden hier zusammengeführt. Hier finde ich selbst meine Mitte. Und in meiner Mitte finde ich Gott. 

Nach dem Gottesdienst gab es für alle im Pfarrgarten und Gemeindehaus noch ein gemütliches Beisammensein bei Süßem und Herzhaftem. │ Janine Leu

© Fotos des Artikels│Janine Leu    
    

Ausstellung "Martin Luther und das Judentum" │ Stadtkirche Altlandsberg

Viel zu kurz, nur einen Monat, leider schon wieder vorbei ... welche Sichtweise man auch immer bevorzugt - eines steht schon jetzt als kleines Resümee nach dem Ende der Präsentationszeit fest:
Die gemeinsam von der EKBO und dem jüdischen Touro - Colleges - Berlin erarbeitete Ausstellung "Martin Luther und das Judentum", die im September 2016 den zweiten Zwischenhalt auf ihrer deutschlandweiten Reise in der Stadtkirche Altlandsberg machte, konnte auf hunderte Besucher zurückblicken und hat diese mit der sensiblen Aufarbeitung des Themas, der grafischen Umsetzung und der gelungenen Präsentation in der Kirche zu einer intensiven Auseinandersetzung mit einer für uns heute erschütternden Seite der evangelischen Kirchengeschichte der letzten 500 Jahre angeregt.

Ausstellungsführung durch Helmut Ruppel © Enrico Konkel


Die Ausstellungsführungen durch die Mitautoren Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel, die sich anschließenden Diskussionsrunden, aber ebenso die kleinen Gespräche mit Besuchern am Rande der Ausstellung haben deutlich werden lassen, dass mit "Martin Luther und das Judentum" eine feinfühlig recherchierte und erstklassig gestaltete Präsentation zu Recht und ohne Übertreibung als kleines Juwel und als Glücksfall für die Stadt Altlandsberg und die evangelische Kirchengemeinde bezeichnet werden darf und die es wert ist, nein, sein muss, im Kontext unserer heutigen globalen Situation mit dem aktuellen Blick auf Antisemitismus, Fremdenhass und der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid von Millionen von Geflüchteten und Vertriebenen gesehen zu werden. │ eko

© Enrico Konkel